Mögliche Vorbehalte gegenüber der spezifischen Immuntherapie

Schließen

Bevor Sie sich für eine spezifische Immuntherapie entscheiden, ist es wichtig, sich ein Bild über den Therapieverlauf und die Behandlungsoptionen zu machen. Die am häufigsten geäußerten Vorbehalte werden nachstehend erläutert.
Sie sollten die Behandlungsmöglichkeiten für Ihren individuellen Fall immer mit Ihrem behandelnden Arzt besprechen.

  • Ich mache mir Sorgen über die möglichen Nebenwirkungen der spezifischen Immuntherapie.

    Die spezifische Immuntherapie hat sich als hochwirksam bei der Behandlung der Allergieursache erwiesen. Allerdings treten bei einigen Patienten auch Nebenwirkungen auf.

    Zu den häufigsten Nebenwirkungen bei der Tabletten- und Tropfen-Immuntherapie gehören Jucken und Anschwellen von Zunge, Mund und Lippen. Diese Nebenwirkungen sind in der Regel leicht und werden von den meisten Patienten gut toleriert. Die zusätzliche Einnahme von Medikamenten oder eine Dosisanpassung ist normalerweise nicht erforderlich. Antihistaminika können am Beginn der Therapie helfen, diese Nebenwirkungen zu reduzieren. Die erste Dosis einer Tabletten- und Tropfen-Immuntherapie sollte unter ärztlicher Aufsicht eingenommen werden. Damit können Sie mögliche Nebenwirkungen und deren Behandlung sofort mit Ihrem Arzt besprechen. Die häufigsten Nebenwirkungen einer Spritzen-Immuntherapie sind Jucken und Rötung an der Einstichstelle. Einige Patienten berichten auch über eine lokal begrenzte Schwellung und Schmerzen in den ersten 8 bis 12 Stunden nach der Injektion. Diese Beschwerden lassen sich durch Kühlung der Einstichstelle mit Eis oder mit Antihistaminikasalben lindern.

    Nach einer Injektion werden Sie normalerweise gebeten, in der Praxis zu warten, damit Sie auf mögliche allergische Reaktionen hin beobachtet werden können. Sie müssen die Person, die Ihnen die Injektion verabreicht hat, umgehend über jede noch so geringfügige Reaktion informieren, damit diese ordnungsgemäß dokumentiert  werden kann.


     

  • Ich bin mir nicht sicher, ob die spezifische Immuntherapie für mich die richtige Behandlung ist.

    Die spezifische Immuntherapie ist eine Behandlungsform, mit der die Ursache der Allergie behandelt wird und zusätzlich auch die  Symptome bekämpft werden, die von Allergenen wie Pollen, Pilzsporen, Tierhaaren, Hausstaubmilben und Bienen verursacht werden. Sie ist die einzige Behandlungsform der Allergie, die Allergiesymptome nachweislich dauerhaft reduziert und die Entwicklung neuer Allergien und Asthma verhindern kann. Die Wirkung beginnt meistens bereits innerhalb von zwei bis sechs Monaten nach Erreichen der Erhaltungsdosis.

    Die spezifische Immuntherapie ist normalerweise die Methode der Wahl für Allergiker mit mittelschweren bis schweren Symptomen, die länger als ein bis drei Monate im Jahr anhalten. Die Immuntherapie ist aber auch für solche Patienten gedacht, die symptomatisch wirkende Medikamente nicht vertragen, nur begrenzt darauf reagieren oder die Allergene nicht ohne weiteres vermeiden können. Sie können hier auf der Seite einen ersten Allergietest machen und den zeitlichen Verlauf Ihrer Symptome verfolgen, um festzustellen, wie schwer Ihre Allergie ist. Dieser Test ist jedoch nicht als Ersatz für einen Arztbesuch gedacht.

    Ihr Arzt wird die Befunde des Hauttests und der Blutuntersuchung auswerten und dann entscheiden, welche Allergieauslöser für Ihre spezifische Immuntherapie gewählt werden. Außerdem legt er die Häufigkeit der Behandlungen fest.

    Eine spezifische Immuntherapie wird normalerweise über drei Jahre durchgeführt, um die besten Ergebnisse zu erzielen. Ihr Arzt bestimmt jedoch die Länge der Behandlung.

  • Mir fällt es schwer, die für die Immuntherapie notwendigen Behandlungen in meinen hektischen Alltag einzupassen.

    Die Behandlung verlangt verhältnismäßig viel Zeit und es kann einige Monate dauern, bis eine erste Wirkung eintritt. Geduld ist jedoch der Schlüssel zum Erfolg. Halten Sie sich an den Behandlungsplan und Sie werden diesen Erfolg bald spüren.

    Ist Ihr Zeitplan einmal besonders ausgelastet, weiß Ihr Arzt, wie diesen Konflikten zu begegnen ist. Der dauerhafte Erfolg Ihrer Behandlung wird normalerweise nicht dadurch gefährdet, dass Sie eine oder zwei der Injektionen verpassen.  Denken Sie aber bitte daran, dass der Behandlungserfolg umso größer ist, je besser Sie sich an den Behandlungsplan Ihrer Immuntherapie halten.

    Auf der Seite mit den Behandlungsmöglichkeiten sind verschiedene Verabreichungsformen erklärt. Besprechen Sie mit Ihrem Arzt, welche dieser Möglichkeiten für Sie am geeignetsten ist. Generell gilt, dass eine spezifische Immuntherapie mit Tabletten oder Tropfen zuhause verabreicht werden kann, bei der Spritzen-Immuntherapie ist ein Arztbesuche pro Woche notwendig, bis die Erhaltungsphase erreicht ist. Es gibt bereits Therapien, bei denen die Erhaltungsphase schon in vier Wochen erreicht ist. In der Erhaltungsphase werden die Injektionen weniger häufig verabreicht, in der Regel einmal alle vier bis acht Wochen.

  • Ich habe Angst vor Spritzen und vor den Schmerzen der Injektionen.

    Viele Menschen, gerade Kinder, fürchten sich vor einer spezifischen Immuntherapie, da sie Angst vor den Spritzen und den durch die Injektion verursachten Schmerzen haben.  Eine spezifische Immuntherapie kann jedoch auf mehreren Wegen verabreicht werden.

    Auf der Seite mit den Behandlungsmöglichkeiten sind verschiedene Verabreichungsformen erklärt. Besprechen Sie mit Ihrem Arzt, welche dieser Möglichkeiten für Sie am geeignetsten ist.

    Eine spezifische Immuntherapie mit Tabletten oder Tropfen können Sie sich täglich zuhause selbst verabreichen.

    Die Spritzen-Immuntherapie verursacht nur sehr geringe Beschwerden, da sie nicht wie normale Impfungen in einen Muskel injiziert wird, sondern subkutan, d. h. unter die Haut am Oberarm, und zwar mit einer sehr kleinen Nadel. Dies sollten Sie beachten, wenn Sie zusammen mit Ihrem behandelnden Arzt die Behandlungsentscheidung treffen. Die Injektionen können an der Einstichstelle Juckreiz und eine leichte Schwellung verursachen. Dies ist jedoch nur wenig schmerzhaft.

Wie lebe ich mit einer Allergie?

- wurde zu Ihrer Pinnwand hinzugefügt

Sammeln Sie alle Informationen, die für Sie von Interesse sind, an einem Ort. Sie können die auf Ihrer Pinnwand gespeicherten Informationen auch ausdrucken und bei Ihrem nächsten Arzttermin mitnehmen.

Weiterlesen Zu Meiner Pinnwand gehen